Zermatt: Grüezi Schwiiz (Part 1)

Matterhorn

Nach so vielen Reisen ans Meer, darunter sicherlich an einige der schönsten Strände überhaupt, musste irgendwie mal Abwechslung in die Sache. Man will ja nicht undankbar sein, aber am Ende ist ein Strand eben ein Strand. Die Berge mussten her! Und ich musste nicht lange überlegen, als sich eine günstige Gelegenheit bot: ein Sommerurlaub in der Schweiz! Der genauere Plan sah vor, sieben Tage unter dem prächtigen Matterhorn in Zermatt zu verbringen und dann drei Tage in Zürich dranzuhängen (wenn man schon einmal in der Nähe ist…).

Wir fuhren aus dem Westen Deutschlands mit dem Auto in die Schweiz. Obwohl das Land so klein ist, zieeeeehen sich die Wege. Endlich in Zermatt angekommen, dämmerte mir zuallererst eins: ich habe meinen Koffer noch nie so falsch gepackt wie für diese Reise. Meine Vorstellung in Shorts und einem Top schick in die Berge zu stolzieren, war kurz gesagt ein absoluter Reinfall! Es war kalt für August (ein Hoch auf die Badewanne in meinem Apartment) und ich hatte die Höhentemperaturen – Zermatt liegt immerhin auf etwa 1600m – kläglich unterschätzt.

Neben dem Wetter waren auch die schweizer Preise anders als erwartet. Dass die Schweiz teuer ist, ist bekannt. Aber so teuer? Das war doch ein Schock! Da fühlten sich New York und Paris ja gleich wie Schnäppchen an. Insofern starteten wir mit einer mageren Pizza Margherita für 17 Euro und einer Cola für 5,50 Euro in den Urlaub. Aber dann…der erste freie Blick auf’s Matterhorn und der Abend war gerettet!

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Der Schwarzsee

Glücklicherweise war das Wetter am nächsten Tag zumindest bis zum Nachmittag trocken, so dass wir uns morgens mit der Gondel auf den Weg in die Höhe und zum Schwarzsee (2583m) machten. Dort sind wir eine Runde spazieren gegangen, haben auf der Hütte gut gegessen und uns bei Live-Musik auf die nächsten Tage eingestimmt.

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Wandern in Zermatt

Da ich bis dato nicht allzu wandererprobt war und auch nicht über eine entsprechende Ausrüstung verfügte, habe ich mir zum Start einfache Wanderwege ausgesucht, die optimal waren, um die schrecklichen Kindheitserinnerungen an das damals verhasste Wandern in den österreichischen Bergen zu überwinden und den Spaß am Wandern zu entdecken. Das Matterhorn habe ich also insofern nicht bestiegen. Aber: ich habe tolle Blicke darauf werfen können, insbesondere bei der Fahrt mit der Gornergratbahn – eine Bahn, die von Zermatt bis auf 3100 Höhenmeter zum Gornergrat fährt. Sicherlich nicht der günstigste Ausflug (Hin- und Rückfahrt zusammen 70 Euro), aber absolut lohnenswert! Ich bin mit der Bahn zunächst bis Rotenboden gefahren und habe den Rest – bis zum Gornergrat – zu Fuß zurückgelegt.

CIMG8631 CIMG8667 CIMG8661   CIMG8679 Auf dem Weg zurück nach Zermatt bin ich mit der Bahn von Gornergrat nach Riffelberg gefahren und von dort auf dem „Mark Twain Weg“ bis Riffelalp gewandert. Eine wirklich empfehlenswerte Strecke, auf der sich die Natur von ihrer schönsten Seite zeigt.

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Die Wanderung machte Lust auf mehr. Daher ging es in den nächsten Tagen auf dem Blumenweg und dem Waldweg durch saftig-grüne Bergwiesen, durch Wälder, über Stock und über Stein.

CIMG8785   CIMG8786 Unser Urlaub in Zermatt wurde am Ende gekrönt durch ein geniales Feuerwerk am Schweizer Nationalfeiertag. Falls ihr das Glück habt, zu dieser Zeit dort zu sein, kann ich nur sagen, das Wachbleiben lohnt sich! Das Echo der Raketen und die Fackeln im Berg waren beeindruckend.

Fazit für die Reise nach Zermatt: Zermatt ist ein wirklich hübsches Städtchen inmitten einer atemberaubenden Kulisse. Sicherlich ist es sehr touristisch dort, aber allein für die fantastische Natur, die sprachlos machenden Ausblicke auf mehrere 4000-er Mammutberge und die Vielfalt an Wanderwegen würde ich ohne zu zögern wiederkommen! Zermatt, ich ha di gärn!

„In every walk with nature one receives far more than he seeks.“ (John Muir)

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