Zürich: Grüezi Schwiiz (Part 2)

Zürich

Nach der Natur-pur-Woche in Zermatt ging es für drei Tage weiter nach Zürich. Bereits als wir mit dem Auto in die Stadt fuhren und in Bahnhofsnähe waren, hatte ich den Eindruck, dass hier irgendetwas nicht stimmte. Zürich ist keine Kleinstadt, aber so viele Menschen hatte ich nicht erwartet. So viele Menschen in ziemlich crazy (Neon-) Outfits erst recht nicht. Was zum Teufel war hier los?

Meine väterliche Begleitung war zwar der Meinung, dass das „eben eine Großstadt“ sei und „die Menschen da nunmal etwas anders rumlaufen“ (Aha!) aber mir war klar, das kann es nicht sein. War es auch nicht (Haha!). Hätte ich meinen Lonely Planet mal besser studiert vorher. Da hieß es nämlich folgendermaßen: Street Parade: This Techno celebration in the middle of August has established itself as one of Europe’s largest and wildest street parties since ist first festive Outing 1992.“ „Awesome!“, dachte ich noch recht ironisch. Ich mag  wirklich, wirklich kein Techno. Und tatsächlich hatte der Reiseführer nicht gelogen. Die ganze Züricher Innenstadt war gerammelt voll mit Techno-Fans, die sich – ich wage es mal „irgendwie geartet“ zu nennen – zur Musik bewegten (sorry, Techno-Fans!). Für mich hatte das ganze Spektakel zur Konsequenz, dass es eineinhalb Stunden gedauert hat, um zu meinem Zimmer zu gelangen, welches ich vorher über airbnb gebucht hatte. Und dann kam die Qual der Wahl: entweder auf einem knappen 8qm Zimmer den ganzen Tag schmollen oder rein ins Neon-Shirt und ab dafür.

Ich entschied mich für Letzteres. Es war definitiv eine Erfahrung, und nicht einmal eine schlechte! Tatsächlich muss ich zugeben, dass ich am Ende richtig Spaß hatte. Diesen Tag werde ich sicher nicht so schnell vergessen: der Tag an dem ich im pinken Neon-Shirt auf einer Techno-Street-Parade stand und einen auf „Put your hand up in the air“ gemacht habe.

Weniger schön war dann leider der nächste Morgen, an dem ich gehofft hatte, mir nun endlich die Stadt ansehen zu können. Leider zeigte sich diese aber einfach nur versifft und vermüllt. Es hingen Gerüche in der Luft, mit denen ich den Text nicht füllen möchte und zu allem Überfluss fing es dann auch noch kräftig zu regnen an. Frustriert entschied ich mich, einen ruhigen Tag mit Filmen im Bett zu verbringen.

Zum Glück bescherten mir der Wettergott und meine Reiseplanung am nächsten Tag dann aber doch noch Sonnenschein und Zeit, die Stadt zu erkunden (die mittlerweile wieder komplett gereinigt war. Keine Spur mehr vom Trubel vor zwei Tagen.).

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Zürich ist ein wirklich hübsches Städtchen, ohne Frage in einer Top-Lage, aber  – entsprechend seines Rufes – auch sehr teuer. Unterm Strich fehlte mir in Zürich das gewisse Etwas, was mich unbedingt nochmal wiederkehren lassen würde. Zumindest nicht in nächster Zeit. Sorry, Zürich! Aber auch wenn ich nicht überschwänglich begeistert war, bereue ich den Trip keinesfalls. Ich meine: was für abwechslungsreiche drei Tage!

„Live with no excuses and travel with no regrets.“

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