Ein „Full Moon“ auf Koh Phangan…

…und dennoch war ich nicht auf der „Full Moon Party“. Shame on me. Aber auch ohne die weltberühmte Party, hat die Insel gute Argumente, sie zu besuchen. Die Hinreise nach Koh Phangan war allerdings erstmal ziemlich zehrend und nervenraubend. Eigentlich machen mir längere Weiterreisen nichts aus. Im Gegenteil. Meistens genieße ich längere Bus- oder Bootsfahrten, da man was vom Land sehen kann, während man sich mit guter Musik auf den Ohren entspannt zurücklehnt. In diesem Fall war es jedoch anders.

Nachdem wir nach einem langen Wartetag am hektischen und von dickem Smog umhüllten Flughafen von Kuala Lumpur endlich in Phuket gelandet waren, wurden wir erstmal von einem Taxifahrer abgezockt und dann platzte das vereinbarte Treffen mit dem Reiseanbieter, der uns am nächsten Tag bis Koh Phangan bringen sollte. Glücklicherweise organisierte uns der nette Hotelbesitzer, wo wir die Nacht untergekommen waren, die Hinreise nach Koh Phangan. Wir fuhren also am nächsten Morgen zunächst 4 Stunden mit einem Minivan über Stock und Stein – das war eigentlich noch der nette Part – wurden irgendwo abgesetzt, wo wir Tickets für die Fähre kaufen konnten, warteten dort dann 1,5 Stunden bis wir in einen total versifften Bus gesetzt wurden, mit dem wir dann überraschenderweise auch nochmal über eine Stunde unterwegs waren. Dann standen wir am Fährsteig, warteten auf unbestimmte Zeit auf die nachher völlig überfüllte Fähre, mit der wir dann letztlich bis Koh Phangan fuhren, was ebenfalls nochmal mehr als drei Stunden dauerte. Dort angekommen ging dann der Kampf um die Rucksäcke los, die von der Fähre durcheinander auf einen riesigen Haufen geworfen wurden. Als wir dann nach nochmaliger Taxiabzocke endlich an unseren Bungalows ankamen war ich doch recht bedient. Das hatte ich mir ehrlich gesagt etwas einfacher und weniger zeitintensiv vorgestellt.

Die Stimmung stieg am nächsten Morgen aber ganz schnell wieder bei einem Frühstück mit wunderschönem Meerblick.

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Wir hatten uns einen Strandbungalow (Shambhala Bungalow Village, ca. 50 Euro pro Nacht) ein paar Fahrminuten von Thong Sala, der Hauptstadt der Insel, entfernt gemietet. Der Bungalow war einfach ausgestattet, aber die direkte Strandlage hatte etwas für sich! Eine Bar mit Restaurant und direktem Meerblick gehörte ebenfalls zur Bungalowanlage.

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Insel erkunden…

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CIMG6643An dieser „Klippe“ sollte eigentlich der Nam Tok Phaeng Wasserfall zu finden sein. Ganz offensichtlich war er das an dem Tag nicht. Darauf wies dann ein paar Meter weiter auch ein Schild hin, wo draufstand: „Phaeng No Waterfall“. Gut gelöst. 😀

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Nach fünf Nächten im Bungalow haben wir einmal unsere Unterkunft gewechselt, da wir noch eine andere Ecke von Koh Phangan kennenlernen wollten. So sind wir in einer kleineren Pension im Nordwesten der Insel, in der Nähe von Haad Salad Beach, untergekommen. Der Norden der Insel gefiel mir insgesamt besser. Hier waren deutlich weniger Touristen unterwegs und mehr schöne Strände zu finden als im süd- oder südwestlichen Teil der Insel. Am besten gefallen haben mir am Haad Salad Beach wohl die Palmenschaukeln. Ich konnte einfach nicht an einer vorbeigehen ohne einen Schwung darauf zu machen.

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Von unserem ganz privaten Taxifahrer – ein ganz netter Thai, der in unserer Pension gearbeitet hat – haben wir uns an einem Tag noch nördlicher fahren lassen, nach Chaloklum. Hier war es noch ruhiger als in Haad Salad. Natürlich war man hier deutlich ab vom bunten Treiben der Insel im Süden, was diesen Ort aber perfekt dafür machte, in der Sonne oder im Schatten einer Palme zu entspannen, Spaziergänge am Meer zu unternehmen oder beim Muschelnsammeln zur Ruhe zu finden.

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In der Speisekarte eines Restaurants habe ich hier zudem eine lustige Entdeckung gemacht. „Fried four men in oyster sauce“! Da ich die vier Männer in der Austernsauce nicht probiert habe, kann ich an dieser Stelle jedoch nichts Genaueres über dieses kulinarische Highlight berichten.

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Nach einer Woche auf Koh Phangan fuhren wir mit der Fähre nach Koh Samui, wo wir noch einen Tag bis zum Weiterflug nach Chiang Mai verbrachten.  Ich kann nach einem solch‘ kurzen Besuch natürlich kaum etwas über Koh Samui sagen, aber das, was ich in der kurzen Zeit gesehen habe (insbesondere Chaweng Beach), hat mir nicht gefallen. Der Strand und das Meer waren dreckig, es wimmelte von Hotelhochburgen und das abendliche Treiben erinnerte mich an einen Ballermann der Ferne. Es wäre sicherlich unfair, die Insel auf diese wenigen Eindrücke zu reduzieren, nur leider haben die ersten Eindrücke mir nicht gerade Lust auf mehr gemacht.

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Und damit verließen wir am nächsten Morgen das südliche Thailand. Weiter ging’s nach Chiang Mai!!

Travel does the heart good.

3 Kommentare zu „Ein „Full Moon“ auf Koh Phangan…

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