Griechenland Highlight: Das gigantische Meteora

Kloster Meteora

Ein Ort, den ihr in Griechenland auf keinen Fall verpassen dürft? Aus meiner Sicht wäre das eindeutig Meteora! Ein Blick auf die imposante Landschaft von Meteora mit ihren bizarren Felsformationen genügt bereits, um Besucher ins Staunen zu versetzen. Und als ob das noch nicht genug wäre, thronen auf einigen der Felsen, hoch oben, Klöster stolz über der grünen Landschaft. Fast ehrfürchtig blickt man von unten zu ihnen hinauf und fragt sich nicht zu Unrecht, wie zum Teufel die da hinauf gekommen sind. Meteora hat wahrlich etwas Magisches an sich und um es kurz zu fassen: es hat mich umgehauen!

Lage und Umgebung

Meteora liegt etwa vier Busstunden (ca. 230 km) südlich von Thessaloniki im griechischen Inland, östlich des Pindos-Gebirges und nahe der kleinen Stadt Kalambaka. Die Umgebung ist bergig und grün, aber erst die für Meteora besonderen Sandsteinfelsen, die bis zu 600 Metern emporragen, machen die Region zu etwas wirklich Einzigartigem.

Dank der hügeligen Landschaft, der Serpentinen, die sich die Hügel hinaufschlängeln und der Möglichkeit, auch einige der Felsen zu erklimmen, kann man an vielen Stellen tolle Aussichten über Meteora genießen.

Ausgangspunkte zur Erkundung der Region: Kalambaka und Kastraki

Die Stadt Kalambaka wird auch als „das Tor zu Meteora“ bezeichnet. Von hier lassen sich die ersten emporragenden Felsen bewundern. Ansonsten ist Kalambaka überschaubar und gespickt mit Souvenirläden und allem Sonstigen, was das touristische Herz begehrt. Wem Kalambaka noch nicht nah genug an Meteora liegt oder gar zu wuselig ist, der findet im Dorf Kastraki, welches wirklich direkt am Fuße von Meteora und den ersten Klöstern liegt, seinen optimalen Ausgangspunkt zum Erkunden der Region. Auch geht es in Kastraki verglichen mit Kalambaka noch einmal deutlich ruhiger zu. Ein paar Minimärkte, kleine Tavernen, enge Gassen, wenige Hotels und ein Dorfplatz prägen das Bild. Im Hintergrund erscheinen die gewaltigen Felsen von Meteora und die ersten Klöster bereits zum Greifen nahe.

Die Klöster

Eigentlich wäre der Anblick der ungewöhnlichen Felsen inmitten dieser schönen Landschaft schon Anreiz genug, um der Gegend einen Besuch abzustatten. Wie das Tüpfelchen auf dem i wirken da die auf einigen der Felsen bis heute sitzenden Klöster, die etwa ab dem 11. Jahrhundert von Mönchen errichtet wurden. Mit bloßen Händen, über Seilzüge, Strickleitern und Ähnlichem soll das Baumaterial von den Mönchen auf die hohen Felsen geschafft worden sein. Heute würden diese Mönche damit wohl zur Elite der Kletterwelt gehören. Mit dem Bau der Klöster, schafften sich die Mönche damals einen sicheren Rückzugsort. Wer hier nicht hinaufkommen sollte, der kam auch nicht hinauf (Seile, Leitern oder Ähnliches wurden eingezogen und ein Halt an den glatten Felsen zu finden, war fast unmöglich).

Heute lassen sich noch sechs der früher insgesamt 24 Klöster besichtigen – zum Glück nicht mehr über Seile oder wackelige Leitern, sondern in der Regel über (steile) Treppen oder kleine Brücken. Schwindelfreiheit ist hier und da von Vorteil, da es neben der Treppe oder Brücke viele Meter steil bergab geht – Megálo Metéoro, das größte Kloster, war zugegebenermaßen schon eine Herausforderung für mich.Kloster Megálo MetéoroKloster in MeteoraKloster in Meteora

Neben der Höhe, die natürlich auch fantastische Aussichten ermöglicht, muss man sich zudem mit einer weiteren Sache schnell arrangieren: die Klöster hat man nicht für sich alleine! Große Busse spucken an den Parkplätzen am Fuße der Klöster nicht selten massenweise Touristen aus. Insbesondere am Kloster Megálo Metéoro strömten Scharen von Menschen die engen Treppen zum Kloster empor, wobei es immer wieder zu einem Halt kam, da irgendjemand sein bestes Selfie-Grinsen vor dieser atemberaubenden Kulisse in die Kamera halten musste.

Wer die Klöster besuchen möchte – aus meiner Sicht reicht es aus, sich zwei bis drei auszusuchen – der sollte sich vorher über die Öffnungszeiten und Ruhetage informieren. Dies ist in der Touristeninformation in Kalambaka oder direkt im Hotel möglich.

Der Eintritt in die Klöster kostet jeweils drei Euro pro Person. Frauen müssen die Schultern bedecken und einen Rock tragen – Wickelröcke hängen dafür am Eingang der Klöster bereit.

Mein Tipp: Das Kloster Agios Nikolaos Anapafsa ist das an Kastraki nächstgelegene Kloster und fußläufig in wenigen Minuten von dort zu erreichen. Hier haben nur wenige Busse angehalten und die Anzahl der Besucher hielt sich demnach in Grenzen. Als ich hinaufgegangen bin, war ich sogar die einzige Besucherin, was insbesondere den Aufstieg über die schmalen Treppen deutlich angenehmer machte. Wer also lieber in Ruhe und ohne Gedränge eines der Klöster besichtigen möchte, der scheint hier gut aufgehoben zu sein. Und schöne Ausblicke über die Landschaft gab es auch hier allemal!

Wandern

Wer ein wenig mehr Zeit mitbringt, der sollte sich unbedingt auch einmal zu Fuß auf Erkundungstour begeben. Viele der angegebenen „Wanderrouten“ führen leider über die asphaltierte Hauptstraße, auf die sich auch die großen Busse ständig hoch- und runterschlängeln, daher sollte man sich in der Touristeninformation in Kalambaka oder bestenfalls direkt an der Hotelrezeption eine Karte der Umgebung besorgen und sich die besten „richtigen“ Wanderwege einzeichnen lassen. Empfehlenswert ist der Weg von Kastraki zum Megálo Metéoro, der kurz vor dem Kloster Agios Nikolaos Anapafsa, auf der linken Seite von Kastraki kommend, startet. In etwa zwei Stunden führt er zum größten aller Klöster und bietet auch unterwegs tolle Aussichten und schöne Natur.

Nützliche Informationen zur Reise nach Meteora

Anreise: Wer einen Mietwagen hat, ist natürlich am flexibelsten. Dennoch lässt sich Meteora, insbesondere von größeren Städten wie Athen, Thessaloniki oder Volos, auch ohne eigenes Auto unproblematisch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – Bus oder Bahn – erreichen. Bus und Bahn fahren jeweils bis Kalambaka. Von dort geht es per Taxi weiter nach Kastraki, sofern man plant, dort unterzukommen. Wir sind mit dem KTEL Bus angereist, was ich empfehlen kann. Die Busse fahren pünktlich an den (Bus-) Bahnhöfen ab, Tickets erwirbt man vorher an einem Schalter und müssen im Bus vorgezeigt werden. Die Abreise aus Kalambaka erfolgt auf gleichem Wege. Einen wirklich nahegelegenen Flughafen gibt es nicht, der nächstgelegene ist in Volos.

Unterkunft: Wir haben im Hotel Doupiani House in Kastraki vier Nächte verbracht und es geliebt! Nicht nur war die Lage perfekt um Meteora zu erkunden, die Zimmer hübsch eingerichtet und das Frühstück mit regionalen Produkten absolut fantastisch, sondern es gab auch die beste Aussicht auf die Felsen von Meteora! Tipp: unbedingt in ein Zimmer mit Panorama-Blick investieren, es lohnt sich allemal!

Touren: Ob Wandertage, Besichtigungen der Klöster oder eine Sunset-Tour – Angebote für Touren gibt es in Meteora genug. Viele kann man sich aus meiner Sicht auch sparen und flexibler auf eigene Faust die Gegend erkunden, insbesondere wenn man ein paar Tage Zeit mitbringt. Der Vorteil einer geführten Tour ist sicherlich, dass sie mehr Infos zur Region und dem Leben in den Klöstern bietet. Wir haben eine geführte Tour, die Sunset-Tour, mit VisitMeteora gemacht und waren – bis auf dem an diesem Abend nicht besonders schönen Sonnenuntergang (wofür natürlich der Touranbieter nichts kann) – mit der Tour sehr zufrieden. Alle unsere Fragen wurden gerne, gut und ausführlich beantwortet.

Essen: Tavernen mit traditionell griechischer Küche gibt es in Meteora ausreichend. Wir haben in Kastraki in der Taverna tou Zioga gerne und gut gegessen.

Und nun ein allerletzter, aber auch der beste Tipp zum Schluss: BESUCHT METEORA!!! 😉 Es lohnt sich.

Glas Wein mit Blick vom Balkon des Hotels Doupiani House

Mehr Informationen zu Meteora findet ihr auf: https://www.visitmeteora.travel/

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